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Die Gastronomie von Campeche ist durch die lange Küste geprägt und für ihre Vielfalt an Fischgerichten bekannt. Die Küche der Region ist stark von Maya-Traditionen sowie spanischen und karibischen Aromen beeinflusst. Zwei Hauptzutaten zeichnen das kulinarische Angebot von Campeche aus: Bitterorange, die zum Marinieren von Fleisch verwendet wird und eine einzigartige säuerliche Note verleiht, sowie Achiote, das vielen Gerichten eine charakteristische orange Farbe verleiht und sie sowohl optisch ansprechend als auch geschmackvoll macht.

Cazón (Hundshai) ist in ganz Campeche äußerst beliebt, und das berühmteste Gericht damit ist Pan de Cazón. Dieses Gericht besteht aus gestapelten Tortillas, die mit zerkleinertem Cazón gefüllt und zwischen den Schichten mit Bohnenmus bestrichen sind. Es wird mit einer würzigen Tomatensauce übergossen, die mit Habanero-Chili verfeinert ist – eine Zutat, die in der Gastronomie von Campeche eine wichtige Rolle spielt und in vielen weiteren Gerichten zu finden ist.

Die Liebe zu Cazón in Campeche geht noch weiter; man kann auch Empanada de Cazón probieren, ein mit zerkleinertem Hundshai gefülltes Gebäck. Ein weiteres beliebtes Gericht sind Papadzules, bei denen zerkleinerter Hundshai mit Maistortillas und hartgekochten Eiern in einer Kürbiskernsauce serviert wird. Aufgrund der langen Küste gibt es in Campeche noch viele weitere Fisch- und Meeresfrüchtegerichte zu genießen. Zum Beispiel Camarones al Coco, bei denen Riesengarnelen in einem Kokosmantel frittiert werden. Pompano en Verde ist ein weiteres traditionelles Gericht, bei dem Fisch in einer Sauce aus grünen Chilis und aromatischen Tomatillos serviert wird.
Dennoch konzentriert sich die Küche von Campeche nicht nur auf Fisch und Meeresfrüchte. Ein bemerkenswertes Beispiel ist Brazo de la Reina, ein großes Tamal, das mit gehackten hartgekochten Eiern, gemahlenen Melonenkernern und Blättern der Chaya-Pflanze gefüllt ist. Der Name dieses Tamales bedeutet übersetzt „Arm der Königin“.

Weitere Beispiele sind Cochinita Pibil. Der Begriff Pibil bezeichnet Speisen, die in einem Erdofen gegart werden – eine präkolumbianische Kochtechnik, die aus der Maya-Sprache stammt. Darüber hinaus ist die auf der gesamten Halbinsel Yucatán beliebte Sopa de Lima eine Limettensuppe, die Tomaten, Zwiebeln, fein zerkleinertem Hühnchenfleisch und frittierten Tortillastückchen in Hühnerbrühe enthält.

Wer es süß mag, sollte unbedingt postre de chicozapoteprobieren, ein Dessert aus der Chicozapote-Frucht, die ursprünglich zur Herstellung von Kaugummi verwendet wurde. In Campeche kann man zudem in Sirup eingelegte Früchte wie Papaya, Ciricote, Johannisbeere, Nance und Tamarinde genießen.
Die kulinarische Vielfalt ist einer der besten Gründe für eine Reise nach Campeche. Von scharf bis süß ist für jeden Geschmack etwas dabei. Hat dich dieser Blogbeitrag auf den Geschmack gebracht und für deine nächste Reise nach Campeche inspiriert? Welches Gericht würdest du als Erstes probieren?
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